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Geschlechtliche Vielfalt

Digital Diversity Guide

Good to know

Geschlechtliche Vielfalt beschreibt die Realität, dass Geschlecht nicht ausschließlich binär (Mann/Frau) ist, sondern ein Spektrum von Identitäten, Ausdrücken und Rollen umfasst – von cis-geschlechtlichen über trans*, inter* bis nicht-binären Personen.

  • Cis bezeichnet Personen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt anhand äußerer Merkmale (meist Genitalien) zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. 
  • Trans* bedeutet, dass sich Menschen nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. 
  • Inter* ist ein Sammelbegriff für Personen, die körperlich von Geburt an nicht dem zweigeschlechtlichen Paradigma entsprechen, das für die Einordnung in die binären Kategorien weiblich/männlich festgelegt wurde. 
  • Der Begriff nicht-binär meint, dass sich Menschen nicht oder nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugehörig fühlen.
  • TIN* ist ein Akronym, welches Trans*, Inter* und nicht-binäre Personen in einem Begriff zusammenfasst.

Der Asterisk * hinter den Begriffen soll die geschlechtliche Vielfalt sichtbar machen. Weitere hilfreiche Begriffserläuterungen rund um sexuelle, romantische und geschlechtliche Vielfalt können im Queer Lexikon nachgelesen werden.

Hinweis: Die Förderung von Frauen fußt auf einem gesetzlichen Auftrag (§3 Abs. 4 HG NRW) und wird durch die Gleichstellungsarbeit als eigener Arbeitsbereich im Referat für Chancengerechtigkeit abgedeckt. Die Dimension Geschlechtliche Vielfalt bezieht sich daher vorrangig auf geschlechtliche und sexuelle Identitäten jenseits binärer Geschlechtlichkeit und Heterosexualität.

Im Hochschulkontext geht es darum, alle Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtigt einzubeziehen und Diskriminierung wie Sexismus, Homo- oder Transfeindlichkeit sowie Misgendering aktiv entgegenzutreten. Die Gefährdung durch geschlechtsbasierte Gewalt ist für Frauen und nicht-binäre Personen am höchsten, Menschen aus dem LGBTQIA+ - Spektrum unterliegen im Hochschulkontext dem größten Risiko, geschlechtsbezogene Gewalt zu erleben (UniSAFE Survey).

Diskriminierende Handlungen und Äußerungen zu erfahren oder zu beobachten, Sorge vor einem Zwangsouting und fehlende Akzeptanz können das Wohlbefinden am Arbeits- und Studienplatz massiv beeinflussen und damit auch Auswirkungen auf die mentale Gesundheit, Studienerfolg und Karriereentwicklung haben (IDA Out im Office).

Die Universität Siegen sieht es daher als ihre Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen geschlechtliche Vielfalt als Selbstverständlichkeit anerkannt wird und offen gelebt werden kann. Dabei orientiert sie sich an den geltenden Gesetzen zum Personenstand, zur Selbstbestimmung und zur Anti-Diskriminierung.

Good Practice & Support

Auf dem Weg hin zu einer TIN*klUSiven Hochschule wurden bereits erste Schritte realisiert. Die AG Geschlechtliche Vielfalt arbeitet kontinuierlich daran, Diskriminierungsrisiken und bestehende Hürden abzubauen sowie den Bedarfen und Bedürfnissen von Betroffenen Raum zu geben. Wer sich an der Arbeit der AG Geschlechtliche Vielfalt beteiligen möchte oder Unterstützung benötigt, wendet sich bitte an: diversity@uni-siegen.de .

Sprache und Ansprache sollten die existierende Vielfalt der Geschlechter berücksichtigen, sichtbar machen und abbilden. Zudem ist die Geschlechtsidentität von Menschen weder aus dem Aussehen noch aus dem Namen verlässlich abzuleiten. Daher verwenden wir an der Universität Siegen im Schriftverkehr geschlechtsneutrale Formulierungen, den Genderstern (Asterisk) oder Beidnennung je nach Kontext.

  • Geschlechtsneutrale Formulierungen
  • Genderstern (Asterisk)*
  • Geschlechtergerechte Sprache im Englischen
  • Hilfreiche Hinweise für den Arbeitsalltag 
  • Zum Weiterdenken…

Mit der Verwendung von geschlechtsneutralen (Um-)Formulierungen können Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts vermieden werden. Wiederholungen von verschiedenen Personenbezeichnungen und Unübersichtlichkeit können so vermieden werden. Alle Personen werden angesprochen, ohne ein explizites Geschlecht zu benennen.

 

 

Beispiel

 

Geschlechtsneutrale Formulierung

Student(en) studierende Person, Studierende
Mitarbeiter, Kollegen Beschäftigte, Mitarbeitende, Team
Dozent Lehrkraft, Lehrperson, Dozierende
Gruppenleiter
Vertreter
Gruppenleitung
Vertretung
‍Ansprechpartner Ansprechperson, Auskunft gibt...
‍Abteilungsleiter Abteilungsleitung
‍Geschäftsführer Geschäftsführung
‍Koordinator Koordination
Herausgeberin Herausgegeben von …

 
Antragsteller Antragstellende Person, Antrag von …
Jeder, der an der Veranstaltung teilnimmt Alle, die an der Veranstaltung teilnehmen…
Wer an der Veranstaltung teilnimmt…
Als Informatiker hat man gute Chancen in der freien Wirtschaft. Mit einem Abschluss in Informatik hat man gute Chancen in der freien Wirtschaft.

Mit dem Genderstern (Asterisk) lässt sich die Vielfalt der Geschlechter jenseits des zweigeschlechtlichen Geschlechtermodells sichtbar machen. Der Stern steht dabei für verschiedenste Geschlechtsidentitäten. Der Genderstern ermöglicht außerdem eine kürzere Form der geschlechtergerechten Sprache, wenn es keine neutralen Formulierungen gibt. Der Stern wird zwischen der maskulinen und der femininen Wortendung platziert und als kurze Pause (sog. Glottisschlag) gesprochen.

Beispiel Formulierung mit Genderstern*
Wissenschaftler Wissenschaftler*innen

der Referent

die Referenten

der*die Referent*in

die Referent*innen

Absolventen Absolvent*innen
Professor Professor*in
Dekan der*die Dekan*in
‍Doktorand Doktorand*in
‍Experte Expert*in
‍Autor Autor*in
‍Kanzler Kanzler*in
‍Rektor Rektor*in
‍Kollegen Kolleg*innen
‍Kommilitonen Kommiliton*innen

Hinweis zur Barrierefreiheit: Für viele blinde und sehbehinderte Menschen sind Kurzformen des Genderns problematisch und sollten idealerweise vermieden bzw. stattdessen geschlechtsneutrale Formulierungen genutzt werden. Falls das nicht möglich ist und eine Kurzform genutzt werden soll, empfiehlt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) den Genderstern* zu verwenden.

Beidnennung: Wenn keine andere Möglichkeit besteht oder Frauen ausdrücklich sicht- und hörbar gemacht werden sollen, kann in Ausnahmefällen auch die Beidnennung verwendet werden. Es muss bedacht werden, dass diese ein binäres Geschlechterverständnis reproduziert und somit Personen ausschließt, die diesem nicht entsprechen.

Generisches Maskulinum: Die Verwendung des generischen Maskulinums ist diskriminierend und unklar oder mehrdeutig. Studien zeigen, dass Sätze, die im generischen Maskulinum formuliert sind, vor allem Assoziationen mit Männern erzeugen. Frauen und queere Menschen werden nicht oder weniger häufig mitgedacht. Zudem können Sätze im generischen Maskulinum unklare Aussagen haben, z.B. „In der Ferienbetreuung fehlen Erzieher.“ Wer fehlt hier tatsächlich? Das generische Maskulinum eignet sich demnach nicht für eine geschlechtergerechte Sprache: Mitgemeint ist nicht gleich mitgedacht!

In der englischen Sprache haben Substantive kein grammatikalisches Geschlecht. Trotzdem gibt es auch hier Möglichkeiten auf geschlechtersensible Sprache zu achten. Ebenso wie in der deutschen Sprache kann auf geschlechtsneutrale Formulierungen zurückgegriffen werden. Insbesondere sollte im Englischen darauf geachtet werden, „man“ nur zu verwenden, wenn auch ausdrücklich „Mann“ gemeint ist, da dies sonst als generisches Maskulinum interpretiert wird. Da viele Ausdrücke im Englischen geschlechtsneutral sind, ist es wichtig zu überlegen, wo das Geschlecht sichtbar gemacht werden sollte (z. B. „female scientists“, wenn nur Frauen gemeint sind) und wo eine geschlechtsneutrale Form angemessener ist (z. B. „police officer“ statt „policeman“).

Beispiel Alternative
chairman  chairperson
‍policeman police officer
Each student must bring his documents.

Each student must bring their documents. 

As student you have to bring your documents

All students must bring their documents.

manpower staff, crew
mother, father parent

Hier eine Auswahl von Leitfäden zu geschlechtergerechter Sprache im Englischen von englischen und amerikanischen Hochschulen sowie internationalen Institutionen: 

Anrede

Zur Begrüßung sowohl in Reden als auch im Schriftverkehr werden geschlechtergerechte oder neutrale Formulierungen empfohlen. Auf die Anrede „Frau“ oder „Herr“ wird somit verzichtet. 

Beispiel Alternative

Sehr geehrte Frau Elif Demir

Sehr geehrter Herr Thomas Müller

Guten Tag Elif Demir / Hallo Elif Demir
Sehr geehrte*r Thomas Müller
Sehr geehrte Damen und Herren Sehr geehrte Gäst*innen
Sehr geehrte Anwesende

‍

Liebe Kollegen

Liebes Team
‍Liebe Teilnehmer Liebe Teilnehmende

Akademische Titel

Um bei Abkürzungen von Titeln, wie z. B. Prof. oder Dr., Frauen explizit sichtbar zu machen, kann ein "in" ergänzt oder ein hochgestelltes Auslassungszeichen‘ verwendet werden. Die Verwendung des Gendersterns* ist ebenfalls möglich.

Beispiel Alternative
Prof. Dr. Musterfrau

Prof.in Dr. Musterfrau

Prof.‘ Dr’. Musterfrau

Dr. Carmen Muestra

Dr.in Carmen Muestra

Dr.‘ Carmen Muestra

Verwendung von Pronomen

 

Da man anhand des Vornamens oder des Aussehens nicht sicher auf die Geschlechtsidentität einer Person schließen kann, insbesondere in internationalen Kontexten, können in unterschiedlichen Situationen Pronomen abgefragt bzw. thematisiert werden. Wenn Sie in Ihrer E-Mail-Signatur oder bei einer Vorstellungsrunde Ihre Pronomen angeben, signalisieren Sie, dass Ihnen geschlechtergerechte Sprache wichtig ist. Besonders Lehrkräfte und Führungspersonen können damit ein Vorbild sein und eine respektvolle Atmosphäre für alle schaffen.

 

E-Mail-Signatur:

Nutzen Sie Ihre Signatur, um auf Ihre gewünschten Pronomen aufmerksam zu machen. Zum Beispiel: „Meine Pronomen sind sie/ihr. Ich freue mich, wenn Sie mir mitteilen, wie ich Sie ansprechen darf.“

 

Vorstellungsrunde:

Stellen Sie sich mit Ihren Pronomen vor. Zum Beispiel: „Hallo, ich bin Kim Zhang. Meine Pronomen sind er/ihm. Wir können uns gerne duzen.“

 

Online-Meetings:

Schreiben Sie in Ihren Anzeigenamen hinter Ihren Vor- und Nachnamen auch das von Ihnen verwendete Pronomen und fordern Sie als Gastgeber*in auch die anderen Teilnehmenden dazu auf. Zum Beispiel: Dr.‘ Luca König (sie/ihr) Universität Siegen

 

Anmeldelisten und Namensschilder:

Überlegen Sie, inwiefern die Angabe des Geschlechts bei der Anmeldung zu Veranstaltungen überhaupt notwendig ist. Wenn nicht durch das Hochschulstatistikgesetz vorgegeben, sollte auf die Abfrage verzichtet werden. In Anmelde- bzw. Anwesenheitslisten genügt meist die Angabe des Nachnamens, evtl. ergänzt um den ersten Buchstaben des Vornamens. Alternativ ist es auch möglich, bei der Anmeldung den gewünschten (Ruf)Namen und Pronomen abzufragen. Genauso sollten bei Namensschildern auf die geschlechtsneutrale Bezeichnung verwiesen bzw. Pronomen genannt werden.

 

Beispiele

Erika Musterfrau

Professur für Germanistik/Linguistik

Erika Musterfrau (sie/ihr)

Professorin für Germanistik/Linguistik

Anna Schittenhelm

Referat für Chancengerechtigkeit

Elif Demir

Beispiel Department

Keine Pronomen / Neopronomen

 

Keine Pronomen

Menschen, die sich außerhalb des zweigeschlechtlichen Systems verorten (z.B. nicht-binäre Personen) nutzen teilweise keine Pronomen. Das bedeutet, dass anstelle von Pronomen der Vorname gesetzt wird. Zum Beispiel: „Né berichtet von einer interessanten Podiumsdiskussion. Né meint, es waren herausragende Wissenschaftler*innen dabei.“ 

 

Neopronomen

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von sog. Neopronomen. Im Deutschen existieren noch keine etablierten geschlechtsneutralen Pronomen, deshalb werden entweder Wortschöpfungen (dey/deren, hen/hem) oder Begriffe aus anderen Sprachen genutzt (Englisch: they oder Finnisch: hän). Zum Beispiel: „Lou war bei den letzten Sitzungen nicht dabei, ich hoffe dey ist nicht ernsthaft erkrankt.“ 

 

Hinweis: Die meisten Personen stellen sich mit ihren bevorzugten Pronomen vor. Wenn Sie unsicher sind, welche Pronomen Sie nutzen sollen, fragen Sie einfach nach. Zum Beispiel: "Ich nutze die Pronomen er/ihm. Welche Pronomen kann ich für Sie nutzen?"

  • Genderleicht & Bildermächtig - Journalismus diskriminierungsfrei in Wort und Bild 
  • Geschlechtergerechte Amtssprache - Rechtliche Expertise zur Einschätzung der Rechtswirksamkeit von Handlungsformen der Verwaltung bei Verwendung des Genderstern oder von geschlechtsumfassenden Formulierungen von Prof. Dr. Ulrike Lembke
  • Erklärvideo geschlechtergerechte Sprache – FUMA Fachstelle Gender & Diversity NRW
  • Queer-Lexikon – Glossar mit Begriffen rund um sexuelle, romantische und geschlechtliche Vielfalt

 

Warum brauchen wir an der Uni Siegen Unisex-WCs?

Ein kleiner, aber durchaus wichtiger Schritt auf dem Weg, offensichtlich bestehende Diskriminierung abzubauen, stellt die Einrichtung von geschlechtsneutralen Toiletten dar. Nach wie vor dominieren in öffentlichen Gebäuden Ausweisungen von Toiletten, die sich an der binären Geschlechtereinteilung der Gesellschaft in männlich vs. weiblich orientieren. Toiletten mit binärer Geschlechtertrennung (m/w) diskriminieren jedoch Personen, die sich als inter* oder trans* identifizieren sowie jene Menschen, die sich schlichtweg keiner binären Geschlechterordnung unterordnen können bzw. möchten (non binary, nicht binär, enby). Betroffen von der Problematik geschlechterspezifischer Toiletten sind ebenso Elternteile, die mit ihren Kindern anderen Geschlechts als dem jeweils eigenen eine Toilette aufsuchen.

Diskriminierung findet in diesem Fall immer dann statt, wenn

  • eine Person eine Toilette aufsucht, die ihrer subjektiven geschlechtlichen Identität entgegensteht,
  • die Person auf einer Toilette angefeindet und sogar bedroht wird (z.B., weil ihr objektives Erscheinungsbild nicht dem „Label“ des Toilettenraums entspricht) oder
  • kein Toilettenraum existiert, der die geschlechtliche Identität der Person widerspiegelt.

Leider führt dies bei den oben genannten Personengruppen sogar dazu, dass sie den Tag über möglichst wenig trinken/essen, um einer derartigen Situation zu entgehen. Dabei können Konzentrationsschwächen und sonstige körperliche Schäden entstehen.

Unisex-WCs schaffen hier Abhilfe und bieten einen sicheren, diskriminierungsfreien Raum, ohne Zwang zur Wahl eines binären Geschlechter-WCs (AGG Art. 1: Schutz vor Geschlechterdiskriminierung). Da Universitäten immer auch eine gesellschaftliche Vorbildfunktion einnehmen und proaktiv mit gutem Beispiel vorangehen sollten, freuen wir uns über die Einrichtung von Unisex-WCs an allen Standorten und Liegenschaften der Universität Siegen.

Wenn Sie auf einer Toilette der Universität Siegen belästigt oder diskriminiert wurden, melden Sie sich bitte unter: diversity@uni-siegen.de oder wenden Sie sich an die zentrale Gleichstellungsbeauftragte: gleichstellungsbeauftragte@uni-siegen.de

 

Wo finde ich Unisex-WCs?

Hier finden Sie eine Übersicht über alle Unisex-WCs an der Uni Siegen:

 

  • AR-K 690/691
  • AR-H 190
  • AR-NL 181
  • AR-B 2016
  • AR-HB (0. Stock)
  • H-B 6420
  • H-B 3413
  • US-A 080
  • US-D 084
  • ENC-A 190
  • ENC-A 290
  • ENC-B 390
  • ENC-C 091
  • BH-A 294
  • L-E 280

 

Alle Unisex-WCs finden Sie auch in unisono. Dazu geben Sie bei der erweiterten Raumsuche den Begriff "unisex" ein und stellen dabei sicher, dass das Kästchen "für Veranstaltungen geeignet" nicht markiert ist. Wenn Sie dann die Sucheingabe bestätigen, erhalten Sie eine Auflistung der Unisex-WCs an allen Standorten.

 

Unter dem Motto „Queer & Pride“ hisst die Universität Siegen jedes Jahr über den gesamten Pride Month Juni hinweg sowie jeweils eine Woche rund um den International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia (IDAHOBIT*) am 17. Mai die Progress Pride Flaggen. Zudem zeigt das Referat für Chancengerechtigkeit mit empowernden Aktionen anlässlich des IDAHOBIT* Solidarität mit der LGBTIQ+ Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Intersex, Queer und weitere) und setzt damit ein klares Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung. Die studentische Vertreterin der Gleichstellungsbeauftragten organisiert darüber hinaus jährlich den Pride Dance.

Nähere Informationen finden Sie hier:   

Hinweise für Studierende

Die Änderung Ihres Namens und Geschlechtseintrags können Sie in Ihrem unisono-Account bekanntgeben. Klicken Sie hierzu auf Service -> Anträge -> Änderung der Personendaten. 

Bitte beachten Sie, dass Sie geeignete Dokumente hochladen müssen (z. B. Kopie des Personalausweises). Sollten sich Name und Geschlecht geändert haben, können Sie dies in einem Vorgang mitteilen. Möchten Sie lediglich Ihren Geschlechtseintrag ändern, sind keine Dokumente erforderlich.

Bei Namens- und Personenstandsänderungen nach dem Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) handelt es sich um folgende erforderliche Dokumente:

  • Eine Kopie Ihres aktualisierten Personalausweises oder Reisepasses
  • Alternativ: Die offizielle Namensänderungsbescheinigung oder die neue Geburtsurkunde vom Standesamt.
 
Bei Fragen zu den erforderlichen Nachweisen wenden Sie sich bitte direkt an das Studierendensekretariat der Universität Siegen.
Das Video-Portal der Universität Siegen bietet eine kurze Anleitung (Tutorial) zum Thema „Wie ändere ich meine Personendaten (Name, Geschlechtseintrag)?“
Bei technischen Problemen oder Fragen zu Ihrem Account erreichen Sie den Support unter unisono-support@zv.uni-siegen.de (unter Angabe Ihrer Matrikelnummer oder Benutzerkennung).

 

 

Hinweise für Beschäftigte

Bei Namens- und Personenstandsänderungen nach dem Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) senden Sie bitte folgende Unterlagen an die für Sie zuständige Abteilung im Personaldezernat der Universität Siegen:
  • Eine Kopie der neuen Geburtsurkunde vom Standesamt.

Von dort aus werden Ihre neuen Daten in SAP eingegeben und ans Landesamt für Besoldung (LBV) in Düsseldorf übermittelt.

Intern

Extern:

Praxistipps

Für Studierende

  • Fügen Sie Ihre Pronomen in Ihre E-Mail-Signaturen und Vorstellrunden ein – das lädt andere ein, dasselbe zu tun.
  • Nutzen Sie die bestehenden Beratungsangebote und melden Sie Fälle von geschlechtsbezogener Diskriminierung oder sexualisierter Gewalt.
  • Werden Sie laut, wenn Sie Zeug*innen von Sexismus oder Queerfeindlichkeit werden und suchen Sie nach Verbündeten in Ihrer Peer Group.

Für Lehrende & Forschende

  • Fragen Sie zu Beginn freiwillig nach Pronomen und nennen Sie auch Ihre bevorzugten Pronomen (auch in Ihren E-Mail-Signaturen).
  • Nutzen Sie selbst geschlechtsneutrale Formulierungen (z.B. Studierende oder Teilnehmende).
  • Achten Sie bei Ihren Lehrmaterialien und in Ihren Veranstaltungssetting darauf, dass keine Geschlechterstereotype oder Rollenklischees reproduziert werden.
  • Checken Sie, ob Sie ausschließlich Literatur weißer Cis-Männer empfehlen und schaffen Sie bewusst Alternativen! Die Rezeption wissenschaftlicher Texte von nicht nur männlichen, sondern auch weiblichen und queeren Autor*innen schafft ein Verständnis für wissenschaftliche Vielfalt und diverse Vorbilder.
  • Wenn Sie sich unsicher fühlen im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt, sprechen Sie es offen an bzw. nutzen Sie Weiterbildungsangebote zum Thema Gender & Diversity in der Lehre.
  • Schaffen Sie sichere Räume für Rückmeldungen zu Misgendering und weisen Sie auf Anlaufstellen innerhalb der Uni Siegen hin (Referat für Chancengerechtigkeit oder Autonomes Referat queer@uni).
  • Die Integration von Genderaspekten in Forschungsdesigns kann wertvolle und innovative gesellschaftsrelevante Ergebnisse hervorbringen. Mögliche Fragen könnten sein:
    • Schließt die Forschungsfrage ein Geschlecht aus, obwohl die Ergebnisse für alle Geschlechter anwendbar sein/gelten sollen?
    • Nimmt das Forschungsdesign alle Geschlechter in den Blick (Hauptvariablen, Themenfelder, verschiedene Situationen)?
    • Werden die Daten gendersensibel erhoben?
    • Werden die Daten differenziert analysiert und präsentiert?

Für Verwaltung & Mitarbeitende

  • Achten Sie auf geschlechtsneutrale Formulierungen in E-Mails, Formularen, und digitalen Prozessen.
  • Fügen Sie Pronomen in alle Vorlagen und E-Mail-Signaturen ein und motivieren Sie Ihre Teams zu inklusiver Kommunikation.
  • Vermeiden Sie „Herr/Frau“-Annahmen und fragen Sie nach bevorzugter Anrede in der persönlichen Kommunikation.
  • Nutzen Sie Weiterbildungsangebote zum Thema Gender & Diversity in der Verwaltung.
  • Fördern Sie eine Kultur, in der Individualität als Stärke gesehen wird und Diskriminierung keinen Platz hat, indem Sie konstruktive Kritik üben und Betroffene unterstützen.