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International Research on Jewish Children’s Literature

Das Netzwerk versteht sich als ein Zusammenschluss internationaler Wissenschaftler:innen, die sich mit der jüdischen Kinder- und Jugendliteratur, insbesondere der des 20. und 21. Jahrhunderts beschäftigen. Damit verfolgt es einen explizit komparatistischen und transdisziplinären Ansatz, der offen ist für Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen. Die jüdische Kinder- und Jugendliteratur ist als eine Literatur entstanden, die durch Mehrsprachigkeit geprägt war und ist und auch in ihrem Bezug zu anderen Literaturen, Sprachen und Kultursystemen zu verstehen ist. Dieser transnationale und multilinguale Charakter jüdischer Kinder- und Jugendliteratur lässt eine Vernetzung der Forschungsstände zur jüdischen Kinderliteratur in ihren Teilgebieten besonders lohnend erscheinen. Daher widmet sich das Netzwerk der Erforschung der  jüdischen Kinder- und Jugendliteratur in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und medialen Umsetzungen in ihrer jeweiligen Ausgangssprache wie auch in Übersetzungen, die ebenfalls prägend für diese Literatur sind. 

Die Shoah stellt einen historisch einmaligen Bruch für die Entwicklung der jüdischen Kultur dar und prägt damit auch die jüdische Kinder- und Jugendliteratur, die nach 1945 erschienen ist. Zwar sind die jüdische Kinder- und Jugendliteratur nach 1945 und die sog. Holocaustliteratur nicht deckungsgleich, weisen aber starke Überschneidungen auf. Daher sind auch Fragen nach literarischen Darstellungen des Holocausts, den Auswirkungen auf das kinder- und jugendliterarische System, aber auch auf die Konzeption von jüdischer Kindheit und Literatur relevant. 

Das Netzwerk versammelt Forschende mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ansätzen und versteht sich dabei als Verbund zur Förderung eines wissenschaftlichen Austauschs und Dialogs. Es dient dem Informationsaustausch und der Vernetzung von Forschenden sowie der Koordination gemeinsamer Forschungsvorhaben und Veranstaltungen, die in den Bereich des Netzwerks fallen. Weiterhin ist es ein Ziel des Netzwerks, über den akademischen Bereich hinaus auch andere Vermittler und Institutionen zu erreichen, die sich mit jüdischer Kinder- und Jugendliteratur sowie allgemeinen Themen zum Judentum, Antisemitismus und der Shoah auseinandersetzen

Zu den Gründungsmitgliedern gehören:

Dr. Hadassah Stichnothe (Sprecherin des Netzwerks, Freie Universität Berlin)

Prof. Marina Balina (Illinois Wesleyan University)

Dr. Jana Mikota  (Universität Siegen)

Dr. Ada Bieber (Humboldt Universität zu Berlin) 

Mag. Dr. Susanne Blumesberger (Universität Wien)

Dr. Theresia Dingelmaier (Universität Augsburg) 

Prof.in Dr. Gabriele von Glasenapp (Universität Köln)

Dr. Daniel Feldman (Bar Ilan Universität, Ramat Gan) 

PD Dr. Annette Kliewer (Wissembourg) 

Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer (Eberhard Karls Universität Tübingen) 

Dr.in Annegret Völpel (Universität Köln)