Faire Bedingungen auf allen Ebenen
Die Universität Siegen stärkt ihre strategische Ausrichtung im Bereich Gleichstellung und Vielfalt, indem sie ein neues Referat für Chancengerechtigkeit eingerichtet hat. Damit werden erstmals alle Akteur*innen und Strukturen aus Gleichstellung, Diversity Policies und Inklusion in einer zentralen Organisationseinheit zusammengeführt. Die neue Struktur gilt seit Beginn des Jahres 2026.
Mit dem Referat folgt die Universität ihrer Leitidee „Zukunft menschlich gestalten“ sowie ihrer langjährigen Verpflichtung, Chancengleichheit für alle Mitglieder – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, Religion, Behinderung oder sexueller Orientierung – nachhaltig zu sichern. Die bisherigen Strukturen, darunter das Gleichstellungsbüro einschließlich Familienservice, Karriereentwicklung und Controlling sowie die zuständigen Stellen für Diversity und Inklusion, arbeiten künftig unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach.
„Das neue Referat ist ein zentraler Baustein, um die Universität Siegen zukunftsfähig, attraktiv und partizipativ zu gestalten“, betont Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese. Es setze ein klares Signal für moderne Hochschulentwicklung und stärke gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Universität im nationalen und internationalen Kontext.
Ziel der Zusammenführung ist es, bestehende Angebote stärker zu verzahnen, die Gleichstellungs- und Diversity-Strategie weiterzuentwickeln und Ressourcen effizienter einzusetzen. Bereits etablierte Gremien wie die Gleichstellungskommission und die Kommission für Diversity Policies bleiben bestehen und werden weiterhin aktiv in die Arbeit eingebunden. Fachlich ist das neue Referat dem Prorektorat für Nachwuchs, Diversity und Internationales von Prof. Dr. Petra M. Vogel zugeordnet. Die Leitung übernimmt die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Siegen, Dr. Elisabeth Heinrich.
„Über viele Jahre hinweg sind vielfältige Strukturen entstanden, die jeweils wichtige Aufgaben erfüllt haben“, erläutert Dr. Elisabeth Heinrich. „Mit dem Referat für Chancengerechtigkeit verbinden wir diese starken Säulen jetzt, arbeiten künftig noch enger zusammen und schaffen Synergien etwa bei der Planung von Projekten und Veranstaltungen.“ Zusätzlich können Weiterbildungs- und Sensibilisierungsangebote verstärkt werden. So gibt es mit dem neuen Zertifikat „Organising Gender & Diversity in Forschung, Lehre und Verwaltung“ ein Angebot für alle Mitarbeitenden der Universität, die ihre Gender- und Diversity-Kompetenzen für ihren jeweiligen Arbeitsbereich vertiefen möchten.
Auch Katharina Miketta, Referentin für Diversity Policies, betont die Vorteile der neuen Struktur und ordnet sie in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein: „Chancengerechtigkeit ist kein Randthema, sondern ein demokratisches Grundprinzip. Indem wir faire Zugänge schaffen, Diskriminierung abbauen und Vielfalt anerkennen, stärken wir nicht nur unsere Universität, sondern auch ihre demokratische Resilienz. Hochschulen sind Orte, an denen demokratische Werte gelebt, reflektiert und weitergegeben werden.Das Referat für Chancengerechtigkeit leistet dazu einen wichtigen strukturellen Beitrag.“ Zugleich gehe es darum, eine stärkere interne wie externe Sichtbarkeit zu erreichen und sich innerhalb der Universität wie auch über Hochschulgrenzen hinweg besser zu vernetzen. „Der Begriff Chancengerechtigkeit macht deutlich, worum es geht: um faire Bedingungen auf allen Ebenen.“
Zentraler Baustein bleibt auch in der neuen Struktur die Gleichstellungsarbeit. „Gleichstellung ist an der Universität Siegen fest verankert – etwa bei Berufungsverfahren und Personalentscheidungen. Das Referat für Chancengerechtigkeit integriert die gewachsenen Strukturen. So bilden wir ein richtiges Team“, sagt Dr. Elisabeth Heinrich.
Die feierliche Eröffnung des Referats für Chancengerechtigkeit ist für den Diversity Tag am 19. Mai geplant.