Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit in Siegen-Wittgenstein
Verteiler soll Vernetzung und Austausch erleichtern
Wie lässt sich Barrierefreiheit in der Region Siegen-Wittgenstein gemeinsam voranbringen? Eine neue Mailingliste der Universität Siegen soll Menschen und Institutionen zusammenbringen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Die „Community of Practice Barrierefreiheit“ bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, sich über Veranstaltungen und Neuigkeiten zu informieren, Fragen aus der Region zu diskutieren und Erfahrungen sowie praktische Lösungsansätze auszutauschen. Ziel ist es, vorhandenes Wissen besser zu vernetzen und die Zusammenarbeit für mehr Barrierefreiheit zu stärken.
Ins Leben gerufen wurde der Verteiler von Sven Bittenbinder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl „Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT für die alternde Gesellschaft“, unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Müller. „Damit Barrierefreiheit in der Praxis funktioniert, braucht es die Zusammenarbeit vieler verschiedener Akteursgruppen. All diese Personen und Institutionen schnell und gleichberechtigt mit Informationen aus der Region auf dem Laufenden zu halten, das soll dieser Verteiler zukünftig vereinfachen“, sagt Sven Bittenbinder.
Auch aus wissenschaftlicher Perspektive ist die Vernetzung ein wichtiger Ansatzpunkt. Prof. Dr. Claudia Müller erklärt: „Wir untersuchen in unserer Forschung, wie Technik zur Verbesserung sozialer Praxis beitragen kann. Mit dieser Liste stellen wir ein niedrigschwelliges Instrument zur Vernetzung und zum Austausch bereit. Das ist für die Forschung zwar relevant, aber wichtiger ist, dass sich die Menschen aus der Region damit gegenseitig informieren können. Wenn es sich durch deren Nutzung weiterentwickelt, umso besser!“
Über die Mailingliste soll ein Austausch entstehen, von dem Bürger*innen, unterschiedliche Akteur*innen und Einrichtungen der Region profitieren. Neben der Bekanntmachung von Infos und Veranstaltungen kann der Verteiler auch Fachwissen aus der Community bündeln und potenzielle Kooperationspartner*innen zusammenbringen. Eingeladen sind alle Interessierten aus Wissenschaft, Bildung, Verwaltung, Wirtschaft und Politik sowie aus Verbänden, Initiativen und weiteren regionalen Einrichtungen. Auch wer eigene Fragen, Themen oder konkrete Anwendungsfälle einbringen möchte, ist ausdrücklich willkommen.