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Romseminar 2027

Wöchtentlicher Termin: Donnerstag, 16:00 Uhr s.t. (Raum ENC B-222)

Plakat Romseminar 2027

Einfach falsch? 

Fehler und Irrtum aus der Sicht von Mathematik und Informatik

 

Es irrt der Mensch so lang er strebt. 

- J. W. v. Goethe

 

Fehler begleiten uns auf Schritt und Tritt. Die Fehler, die wir selbst machen oder gemacht haben, aber noch viel mehr diejenigen, die wir machen könnten; und natürlich die Fehler der anderen (der Eltern, der Lehrpersonen, der Verwaltung, der Polizei, der Politik, der KI ...) und die berüchtigten „Fehler im System“. Es gibt die Fehler aus Unachtsamkeit und mangelnder Sorgfalt (Tippfehler, Messfehler), aber auch echte Denkfehler und eklatante Fehleinschätzungen (Irrtümer), die schlimme oder sogar katastrophale Folgen haben können.

Oft treten uns Fehler als etwas Negatives entgegen. Viel wird dafür getan, dass Fehler gar nicht erst passieren oder dass aus ihnen ein möglichst geringer Schaden entsteht. Demgegenüber wird man aber (angeblich) aus Fehlern klug, und es ist neuerdings verstärkt von produktiven Irrtümern, Fehlertoleranz und einer positiven Fehlerkultur die Rede. Vielleicht verhält es sich also mit dem „Falschen“ gar nicht so „einfach“, wie es auf den ersten Blick erscheint?

Im diesjährigen ⬈Romseminar wollen wir das Thema „Fehler“ aus vielen verschiedenen Perspektiven beleuchten, und dabei insbesondere diejenigen in den Blick nehmen, die einen engen Bezug zu Mathematik und Informatik aufweisen. Mögliche Leitfragen könnten sein:

  • Was ist bzw. unter welchen Bedingungen ist etwas überhaupt ein Fehler? Welche Bedeutung(en) hat die Unterscheidung von ‚falsch‘ und ‚richtig‘?

  • (Wie) können Maschinen oder Algorithmen Fehler machen?

  • Welche Rolle spielen Mathematik bzw. Informatik bei der Vermeidung von Fehlern bzw. der Bewältigung von Fehlerfolgen?

  • Welche Rolle spielen Fehler in bzw. für Mathematik/Informatik und ihre Didaktik?

  • Wann ist ein Fehler produktiv, wann und wie lernt man aus ihm?

  • Was kann eine positive Fehlerkultur für das Studium bedeuten?

  • Welche großen und kleinen Fehler prägen die Wissenschaftsgeschichte, welche die Weltgeschichte?

Die Agenda bei der Diskussion dieser (und weiterer) Fragen bestimmen die Teilnehmenden, die ganz ihren eigenen Interessen folgen können. Das Romseminar bietet somit die besondere Möglichkeit, über den Tellerrand des eigenen Studienfachs hinauszuschauen und Themen von allgemeiner Relevanz (vor dem Hintergrund unserer Fächer) zu diskutieren. Daneben geht es aber auch darum, Präsentation, Rhetorik und Diskussion in einem fachlichen Kontext zu üben.

Im Laufe des Wintersemesters 2026/27 werden wir uns zunächst das Thema durch gemeinsame Lektüre, kleine Impulsreferate und Diskussionen auf- und erschließen. Bis Ende Dezember soll dann jeder Teilnehmer ein eigenes Projekt gefunden haben. Dieses wird schließlich während der gemeinsamen Exkursionsphase in Rom (28. Februar bis 7. März 2027) vorgestellt und diskutiert. Dabei lassen wir uns durch ein vielfältiges Begleitprogramm auch zu sonst nicht zugänglichen Orten dieser „Ewigen Stadt“ inspirieren.


Voraussetzung für das Seminar ist die Bereitschaft, sich mit der Thematik engagiert auseinanderzusetzen; geeignet ab dem ersten Studiensemester.

 

Aus Fehlern wird man klug.

- Redensart

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57068 Siegen

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