Die Schule braucht DICH!
Die MINT-Fächer gewinnen zunehmend an Bedeutung im Zuge vieler Innovationen, ob im Bereich Kommunikation, Produktion oder Klimawandel. Gerade der Energiesektor zeigt: nur mit geschultem Personal kann man sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Dafür werden viele Fachkräfte mit Know-How benötigt, um neue Wege zu gehen. Der Schulunterricht bildet dabei das Fundament, auf auf dem dieser Weg in die Zukunft gestaltet wird. Viele Physiklehrerinnen und -lehrer legen bereits in der Schule die Grundlage für die Perspektiven der Schülerinnen und Schüler, egal ob sie später beispielsweise Anlagentechniker*in, Installateur*in oder Elektrotechniker*in werden. Mit dem Fach Physik werden in der Schule die ersten Schritte in die Zukunft gemacht. Sei Du als Lehrerin oder Lehrer mit dabei!
Was wir bieten...
- Praxisorientierte Lehramtsausbildung für alle Schulstufen
- Kleine Arbeitsgruppen und individuelle Betreuung
- Authentische Lernerfahrungen mit Schülerinnen und Schülern in unserem Schülerlabor
- Breite Palette von schulbezogenen Vorlesungen, Seminaren und experimentellen Übungen
- Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten in allen Schulformen
- Astronomie lernen und lehren auf der Sternwarte
Struktur des Studiums
Alle unsere Lehramtsstudiengänge sind nach dem Bachelor-Master-System organisiert, d. h. auf den Bachelorstudiengang mit einer Dauer von 6 Semestern folgt der Masterstudiengang mit 4 Semestern (eins davon ist das sogenannte Praxissemester, das Unterrichtserfahrungen in der Schule ermöglicht). Der Übergang zwischen Bachelor und Master ist dabei zulassungsfrei.
Das Studium erfolgt für alle Schulformen der Sekundarstufe I und II, jeweils in zwei Unterrichtsfächern und den Bildungswissenschaften, es stehen fast unbegrenzte Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Im Hinblick auf die Einstellungschancen und die Studierbarkeit bieten sich insbesondere Kombinationen von Physik mit Mathematik oder einer weiteren Naturwissenschaft an, grundsätzlich sind aber auch alle anderen Kombinationen möglich.
Die Studiengänge für die Haupt-, Real-, Sekundarschulen und die entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschule (HRSGe) und für das Gymnasium und die Gesamtschule (GymGe) sowie für das Berufskolleg (BK) ähneln sich auf den ersten Blick sehr. Dabei unterscheiden sich die Ausrichtung und innere Organisation zwischen dem HRSGe und dem GymGe/BK Studiengang tatsächlich sehr. Der HRSGe-Studiengang ist überwiegend auf unmittelbar schulpraktische und experimentelle Lehrveranstaltungen ausgerichtet, während die GymGe- und BK Studiengänge sich deutlich stärker an der Fachwissenschaft Physik orientieren und auch die theoretische Physik umfassen. Wenn Du unsicher bist, welcher dieser Studiengänge am besten zu dir passt, zögere nicht uns zu kontaktieren und die Möglichkeiten einer individuellen Beratung wahrzunehmen.
Inhalte des Studiums
Der Standort Siegen weist eine lange Tradition und Schwerpunktsetzung im Bereich der Astronomie und Astrophysik auf, so dass astronomische und astrophysikalische Inhalte ein fester Bestandteil aller Studiengänge sind. Dies schließt praktische Beobachtungen auf der Universitätssternwarte mit ein, die Teil der Arbeitsgruppe Didaktik der Physik ist.
Über die grundlegenden Veranstaltungen, wie die Experimentalphysik oder die Theoretische Physik, hinaus, bietet die Arbeitsgruppe Physikdidaktik eine breite Palette von schulbezogenen Vorlesungen, Seminaren und experimentellen Übungen an. Dazu gehören beispielsweise:
- Physik in Alltag, Technik und Fiktion
- Umweltphysik
- Schulorientiertes Experimentieren im zdi-Schülerlabor
- Geschichte der Physik
- Astronomie und Astrophysik
- uvm.
Besonderheiten der Arbeitsgruppe
Schülerlabor
Teil unserer Arbeitsgruppe ist unser Schülerlabor, das während der Vorlesungszeit regelmäßig von Schulklassen aller Schulformen und Jahrgangsstufen besucht wird. Dort werden verschiedenste Angebote bereitgehalten, um Schülerinnen und Schüler für Physik zu begeistern und ihnen einen Einblick in die Arbeitsweise unserer Naturwissenschaft zu ermöglichen. Unsere Studierenden lernen den Schülerlaborbetrieb und damit die Betreuung von Schülerinnen und Schülern bei ihrer experimentellen Arbeit im Rahmen mehrerer Lehrveranstaltungen selbst aus der Perspektive der Betreuer kennen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Berufsfeldpraktikum in unserem Schülerlabor zu absolvieren.
Internationale Kooperationen
Mit unseren Partnerinstituten in Hanoi (Vietnam) und Medellín (Kolumbien) sind wir über seit vielen Jahren eng verbunden und führen in unregelmäßigen Abständen gemeinsame Projekte durch. Dabei bestehen immer wieder auch Möglichkeiten des Austauschs, entweder innerhalb laufender Projekte oder auch auf individueller Basis. Unsere Kooperationen erlauben so internationale Vergleiche der universitären Ausbildung und Einblicke in die schulischen Realitäten und Lernkulturen anderer Länder.
Sternwarte
Ebenfalls Teil unserer Arbeitsgruppe ist die Universitätssternwarte, mit ihrer weithin sichtbaren Kuppel auf dem Dach den Bauteils B auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße. Die Sternwarte dient vorrangig der praktischen Ausbildung unserer Studierenden im Rahmen der Veranstaltungen Astronomie und Astrophysik. Neben Beobachtungen direkt durch eines der Fernrohre werden auch spektroskopische und fotometrische Messungen durchgeführt und ausgewertet. Zusätzlich steht eine Reihe mobiler Teleskope bereit, so dass auch selbstständige Beobachtungen an beliebigen Standorten durchgeführt werden können.
Berufliche Perspektiven
Seit mehreren Jahren ist bekannt, dass die Absolventenzahlen hinter dem Einstellungsbedarf für Lehrkräfte zurückbleiben. Dies betrifft vor allem auch die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften und das Fach Technik. Daraus ergeben sich exzellente Einstellungschancen für Absolventen in den genannten Fächer. Zu beachten ist, dass sich dabei deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Schulformen zeigen. Besonders günstig sind die Einstellungschancen für die Schulformen der Sekundarstufe I (Haupt-, Real-, und Sekundarschulen sowie die Sekundarstufe I an Gesamtschulen) und an Berufskollegs. Etwas weniger günstig sind die Prognosen für die Sekundarstufe II (Gymnasien und die entsprechende Jahrgangsstufen der Gesamtschulen), wobei sich hier, je nach gewählter Fächerkombination, auch hier gute Einstellungschancen erzielen lassen. Eines gilt über alle Schulformen hinweg: Ein Lehramtsstudium im Fach Physik garantiert auf viele Jahre hinaus sehr gute bis hervorragende Chancen auf eine Beschäftigung im Schuldienst! Wirf dazu auch einen Blick auf den Chancenrechner des Schulministeriums NRW: https://www.lehrer-werden.nrw/chancen/chancenrechner