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Geschichte der Philosophie

Mittelalterliche Darstellung eines Baumes, der sinnbildlich für die menschlichen Erkenntnisvermögen steht

Philosophisches Seminar

Die Professur für Geschichte der Philosophie erschließt philosophisches Denken als historisch situierte Praxis, die in Wissensordnungen eingebunden ist und sich in politischen, sozialen sowie religiösen Kontexten abspielt.

Forschungsschwerpunkte sind die Philosophie des Mittelalters und der Renaissance – mit einem besonderen Fokus auf das 15. Jahrhundert und das Denken des Nikolaus von Kues –, die Edition philosophischer Texte und Marginalien sowie die Geschichte und Theorie der Philosophiegeschichtsschreibung.

In der Lehre wird die Denkgeschichte von der Antike bis zur Neuzeit vermittelt. Aus historischer Perspektive werden zentrale Fragen der Ethik und politischen Philosophie ebenso behandelt wie Probleme der Metaphysik, Erkenntnistheorie und philosophischen Anthropologie. Die Reflexion über das Lesen als philosophische Übung prägt und verbindet unsere Lehre und Forschung.

Die Vortragsreihe „Der Büchergarten. Lektüren aus der Philosophiegeschichte“ bildet ein interdisziplinäres Forum für Praktiken der Textinterpretation, während unser Philosophiehistorisches Kolloquium als fortlaufende Werkstatt methodischer und fachlicher Diskussion dient.

Univ.-Prof. Dr. Mario Meliadò

Aktuelles aus der Professur

Mittelalterliche Darstellung eines Baumes, der sinnbildlich für die menschlichen Erkenntnisvermögen steht

Seminare SoSe 26 – Geschichte der Philosophie

Das Seminarangebot der Professur für das Sommersemester 2026.

Steinere Figur des Philosophen Sokrates

Unübertreffbares Wetterleuchten

Klassikerpflege bleibt das Gebot der Stunde im erweiterten Kanon einer neuen Globalgeschichte der Philosophie. Ein FAZ-Artikel von Fabian Marx.

Philosophie

AG Philosophiegeschichte im Gespräch – WiSe 2025/26

Interessierte können sich gerne per E-Mail (mario.meliado@uni-siegen.de) zur Teilnahme in Präsenz oder online anmelden.

Mittelalterliche Darstellung eines Baumes, der sinnbildlich für die menschlichen Erkenntnisvermögen steht

Seminare WiSe 25/26 – Geschichte der Philosophie

Das Seminarangebot der Professur für das Wintersemester 2025/26.

Forschungsprofil

Die Professur erforscht die Philosophie des Spätmittelalters und der Renaissance als zentrale Umbruchphase der europäischen Denkgeschichte. Im Spannungsfeld der historiographisch wirkmächtigen Epochengrenzen „Mittelalter“ und „Frühe Neuzeit“ rücken sowohl die aristotelisch geprägten Denkschulen der Universitäten als auch humanistische, häufig platonisch orientierte Reformbestrebungen außerhalb der akademischen Lehrkontexte in den Blick. Der Ansatz der Professur besteht darin, Wissensmodelle und Philosophietraditionen, die traditionell mit Begriffspaaren wie „Scholastik“ und „Humanismus“ oder „Aristotelismus“ und „Platonismus“ beschrieben und gegeneinander abgegrenzt werden, in ihrer Gleichzeitigkeit, Verflechtung und gegenseitiger Umformung zu untersuchen. Gängige historiographische Einteilungen, die sie strikt trennen oder sogar unterschiedlichen Zeitaltern zuordnen, werden historisiert und kritisch reflektiert.

Methodisch versteht die Professur philosophiehistorische Forschung nicht allein als Texthermeneutik und Problemdiskussion, sondern auch als eine interdisziplinäre Schnittstelle. Ebenfalls zu ihr gehören die philologische Erschließung der Quellen und ihre kritische Edition, die Untersuchung materieller Formen der Wissensvermittlung – Handschriften, Bibliotheken, Kopist:innen etc. – sowie die Analyse sozialer, religiöser und institutioneller Kontexte, in denen Philosophie als konkrete intellektuelle Praxis stattfindet. Zugleich ist unsere Arbeit von einer ausgeprägten disziplinären Selbstreflexivität geleitet: Philosophiegeschichte wird auf ihre eigene Entstehung und Entwicklung als moderne Disziplin bezogen und in ihrem Zusammenhang mit der transnationalen Wissens- und Politikgeschichte betrachtet.

Profilbildend sind zwei zentrale, langfristig angelegte Initiativen: die von der DFG geförderte kritische Edition sämtlicher Marginalien des Nikolaus von Kues (1401–1464), einschließlich der Untersuchung seiner Bibliothek und Textpraktiken im Kontext einer Philosophiegeschichte des Lesens (Marginalia Nicolai de Cusa); sowie die Herausgeberschaft einer Buchreihe zur Philosophischen Historiographie (Brill’s Series in Philosophical Historiographies), die als Plattform für die Diskussion von Theorien, Methoden und der Geschichte unserer Disziplin dient und deren Ziel es ist, die Philosophiegeschichte als Ort der Aushandlung moderner Rationalitätsformen sichtbar zu machen.

Forschungsschwerpunkte

  • Philosophie des Mittelalters und der Renaissance
  • Geschichte und Theorie der Philosophiegeschichtsschreibung
  • Marginalienforschung und Philosophiegeschichte des Lesens
  • Platonismus und Aristotelismus
  • Nikolaus von Kues (1401–1464)

 

Neueste Publikationen

Cover des Thinking in the Margins Buchbandes
Mario Meliadò (Hrsg.), Thinking in the Margins. Marginalia in Medieval and Renaissance Philosophy, De Gruyter, 2025 – Verfügbar im Open Access
Cover der Herbstausgabe 2025 des Magazins Frühe Neuzeiten
Fabian Marx, "garrula logica? Cusanus zum Syllogismus", Bildbruch – Beobachtungen an Metaphern 7: Frühe Neuzeiten (Herbst 2025), 25–36 – siehe mehr
Cover des Dissident Renaissance Buchbandes
Mario Meliadò/Cecilia Muratori (Hrsg.), Dissident Renaissance. Rewriting the History of Early Modern Philosophy as Political Practice, Brill, 2025 – siehe mehr

Aktuelle Projekte

Logo des Manicula-DFG-Projekts
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DFG-Projekt: Cusanus-Marginalien

Das Team

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Univ.-Prof. Dr. Mario Meliadò

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Büchergarten

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