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DECIDE-2

Entscheidungsassistenz bei gesundheitlicher Vorausplanung für Menschen mit Demenz

Das DECIDE-2-Projekt zielt darauf ab, eine Entscheidungsassistenz bei gesundheitlicher Vorausplanung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zur Verfügung zu stellen, um die Autonomie von Betroffenen bei Entscheidungen für die letzte Lebensphase zu stärken und die Belastung der An- und Zugehörigen zu verringern.

Ein älterer Mann hört jemand aufmerksam zu

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Julia Haberstroh, Prof. Dr. Marc Hassenzahl, Prof. Dr. Simon Forstmeier, Dr. Kristian Kleinke, Prof. Dr. Jochen René Thyrian (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen), Stefanie Kremer (Alzheimer Gesellschaft Siegen-Wittgenstein e.V.), Charlotte Boes (Caritasverband in Südwestfalen), Anja Herder-Peyrounette (Gesundheitsregion Siegerland eG), PD. Dr. Ullrich (Klinikum Siegen)

 

Projektbeschreibung

Demenz ist eine unheilbare Krankheit, die hauptsächlich ältere Menschen betrifft und die mit einem Autonomieverlust der Betroffenen und hohen Belastungen für Angehörige einhergeht. Personen mit fortgeschrittener Demenz sind in der letzten Lebensphase oftmals nicht mehr zu einer selbstbestimmten Entscheidung fähig, zudem werden Themen wie Behandlung, Pflege und Tod davor nicht angemessen mit den Beteiligten besprochen. Dies führt daher oftmals zu Unsicherheiten für Angehörige bei stellvertretenden Behandlungsentscheidungen am Lebensende. Das DECIDE-2-Projekt zielt daher darauf ab, eine Entscheidungsassistenz bei gesundheitlicher Vorausplanung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zur Verfügung zu stellen, um die Autonomie von Betroffenen bei Entscheidungen für die letzte Lebensphase zu stärken und die Belastung der An- und Zugehörigen zu verringern. Diese Entscheidungshilfe wird dabei in das Konzept des sogenannten Dementia Care Managements (DeCM) integriert. Dabei steht die Befähigung zu selbstbestimmten Entscheidungen im Mittelpunkt. Das DeCM wird dabei durch die Projektpartner des Demenzlotsennetzwerks Siegen-Wittgenstein umgesetzt. Die Effektivität der Entscheidungsassistenz wird zudem in einer kontrollierten Studie geprüft. Damit die Perspektive von Betroffenen sowie von An- und Zugehörigen stets berücksichtigt wird, besteht ein regelmäßiger Austausch mit den Demenzbeiräten.

Des Weiteren wird eine ergänzende Entscheidungsassistenz mit Hilfe eines technischen Dialogsystems (sogenanntes "Chatbot") in der Arbeitsgruppe Experience & Interaction Design an der Fakultät III entwickelt und ebenfalls getestet. Beide Maßnahmen sollen allein sowie integriert zur Autonomie von Menschen mit Demenz bei Entscheidungen für die letzte Lebensphase und so zur Entlastung von An- und Zugehörigen beitragen.

Unter anderem zur Dissemination der Ergebnisse von DECIDE-2 und anderen Projekten der PAR wurde ein Social Media Kanal eingerichtet, der die Arbeit der Demenzlotsen begleitet und aktuelle Forschungsergebnisse für eine breite Öffentlichkeit teilt.

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Teilnahme am Projekt

Eine Studienanmeldung ist noch bis Ende 2026 möglich. Den Flyer mit Informationen zur Teilnahme finden Sie hier.

 

Aktueller Stand von DECIDE-2

Beide Teilprojekte befinden sich in der Datenerhebungsphase, eine Anmeldung zur Studienteilnahme ist noch bis Ende 2026 möglich. 

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    2024 - 2027 (Laufend)

  • Icon Tag

    Förderkennzeichen
    01GY2405

  • Icon Abzeichen Euro

    Fördersumme
    1.346.760 EUR

 

Das Projektteam

Julia Haberstroh

Prof. Dr. Julia Haberstroh

Professor*in

Als Inhaberin der Professur für Psychologische Alternsforschung gestalte ich innovative Forschungs- und Lehrformate an der Schnittstelle von Altern, Gesundheit und Gesellschaft.

Anna Theile-Schürholz

Dr. Anna Theile-Schürholz

Gruppe der Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung Medizinische Dokumentarin und Datenmanagerin im Projekt DECIDE2

Ich bin Datenmanagerin in der Professur für Psychologische Alternsforschung und unterstützt die Projekte DECIDE und DECIDE II als Medizinische Dokumentarin.

Kristian Kleinke

PD Dr. Kristian Kleinke

Akademische*r Oberrat*rätin Psychologische Methodenlehre
  • ich unterrichte Statistik und Datenanalyse in unseren BSc- und MSc-Studiengängen Psychologie sowie Klinische Psychologie und Psychotherapie
  • in meiner methodischen Forschung interessiere ich mich für fehlende Daten und insbesondere die Mehrfachersetzung fehlender Daten
Janina Florack

Dr. Janina Florack

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Professur für Psychologische Alternsforschung. Meine wissenschaftlichen Interessen liegen im Bereich der Versorgungsforschung, neuropsychologischen Diagnostik sowie Wohnbedeutung bei Menschen mit Demenz.

Dr. Philipp Schaper

Dr. Philipp Schaper

Studienkoordination

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiter in der Professur für Psychologische Alternsforschung und Studiengangskoordinator am Department Psychologie.

Jonas Karneboge

Dr. Jonas Karneboge

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Meine wissenschaftlichen Interessen liegen in den Bereichen Einwilligugnsfähigkeitsassessment, Entscheidungsassistenz und Advance Care Planning.

Celina Sander

Celina Sander

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Psychologische Altersforschung bin ich verantwortlich für die Beiräte Menschen mit Demenz und Zugehörige von Menschen mit Demenz.

Ermioni Athanasiadi

Ermioni Athanasiadi

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Professur Psychologische Alternsforschung. In meiner Promotion beschäftige ich mich mit Imputationsmethoden von fehlenden Daten in kleinen Stichproben.

Personal profile photo

Dr. Tanja Müller

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in