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Health Literacy und Selbstmanagement bei Langzeitüberlebenden nach Krebserkrankungen – partizipative Entwicklung eines digitalen, diversitätssensiblen Angebots zur Kompetenzförderung (HeLiS)

Das Projekt HeLiS entwickelt ein diversitätssensibles digitales Angebot zur Förderung von Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement bei Langzeitüberlebenden nach Krebs. Betroffene, Angehörige und Patientenvertretungen werden partizipativ in die Entwicklung eingebunden. Ziel ist es, ein wissenschaftlich evaluiertes, nutzerinnenorientiertes Unterstützungsangebot zu schaffen, das unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensrealitäten gerecht wird.

Studierende in der Stadt

Projektbeschreibung

Hintergrund: Immer mehr Krebsüberlebende leben mit langfristigen gesundheitlichen und psychosozialen Herausforderungen. Nach einer Krebserkrankung können weiterhin gesundheitliche Einschränkungen, Folgeerkrankungen und psychosoziale Folgen der Erkrankung oder der Therapie bestehen bleiben. Trotz Überlebens steigen die Bedürfnisse nach Unterstützung und Begleitung. Bisherige digitale Angebote konzentrieren sich meist auf die Bewältigung einzelner Aspekte der Krankheit oder spezifischer Lebensbereiche, während die direkte Förderung der Gesundheitskompetenz und des Selbstmanagements von Langzeitüberlebenden oft vernachlässigt wird. Insbesondere die Diversitätssensibilität dieser Angebote lässt häufig zu wünschen übrig, da die mit individuellen Diversitätsmerkmalen einhergehenden Bedürfnisse und Erwartungen unzureichend berücksichtigt werden. Zusätzlich können Nutzungsbarrieren wie Sprachprobleme den Zugang zu Unterstützungsangeboten erschweren.

Ziele und Vorgehen: Das Verbundprojekt HeLiS zielt darauf ab, ein diversitätssensibles digitales Angebot zu entwickeln, um die Gesundheitskompetenz und das Selbstmanagement von Langzeitüberlebenden zu stärken. Ein partizipativer Ansatz involviert Langzeitüberlebende, Angehörige und Patientenrepräsentanten als Co-Forschende in die Gestaltung des Angebots. Ein Beirat aus Patientenvertretungen und Expert*innen unterstützt das Vorhaben. Ein mehrstufiger Mixed-Methods-Ansatz wird verfolgt: Beginnend mit einer Schulung der Co-Forschenden, gefolgt von einer Analyse bestehender Angebote, die danach in Fokusgruppen diskutiert werden. Basierend auf den Ergebnissen wird ein Prototyp des digitalen Angebots entwickelt und pilotiert. Eine randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie mit anschließender qualitativer Prozessevaluation untersucht die Wirksamkeit und Akzeptanz des Angebots. Das Teilprojekt der Professur Digital Public Health begleitet dabei insbesondere die konzeptionelle Entwicklung sowie die partizipative Pilotierung des nutzerorientierten Prototypens und somit auf Diversität ausgelegten digitalen Angebots.

Alles auf einen Blick

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    Laufzeit
    01.01.2025 - 31.12.2027 (Laufend)

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    Forschungsbereich
    Digital Public Health

  • Icon Abzeichen Euro

    Finanzierung
    Deutsche Krebshilfe (BMG)

 

Das Projektteam

Foto von Tessa Schulenkorf

Dr. Tessa Schulenkorf

Projektmitarbeiter*in

Fördermittelgeber und Kooperationspartner

Das Projekt wird durch die Deutsche Krebshilfe gefördert. Ziel ist die Entwicklung und wissenschaftliche Evaluation eines diversitätssensiblen digitalen Angebots zur Stärkung von Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement bei Langzeitüberlebenden nach Krebs. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, digitale Unterstützungsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und langfristig nutzbar zu machen.

Wichtige Projektpartner sind die Universität Witten/Herdecke (Verbundleitung) sowie die Universitätsmedizin Greifswald (Verantwortung quantitativer Ergebnisevaluation).