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Hyperindividualisierte Gesundheitskommunikation und Verhaltensmotivation in der Suchtprävention durch generative KI (IndiSuKI)

Mit IndiSuKI wird ein innovativer Ansatz in der digitalen Suchtprävention erprobt: Das Projekt entwickelt eine KI-gestützte App, die Präventionsbotschaften zur Cannabisnutzung individuell auf junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren zuschneidet. Mithilfe generativer künstlicher Intelligenz entstehen personalisierte Inhalte, die sich am jeweiligen Konsumverhalten, an Einstellungen und Bedürfnissen der Nutzenden orientieren. Ziel ist es, Gesundheitskommunikation wirksamer zu gestalten und nachhaltige Verhaltensänderungen zu fördern. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Zielgruppe wird die Anwendung entwickelt, erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig dazu beitragen, neue digitale Wege in der Suchtprävention bundesweit zugänglich zu machen.

Studierende in der Stadt

Projektbeschreibung

Hintergrund: Das Gesundheitswesen befindet sich in einer Phase des digitalen Umbruchs. Der Bereich Suchtprävention bildet hier keine Ausnahme. Die Digitalisierung verändert gewohnte Prozesse grundlegend. Es erscheinen immer wieder neue Angebote und Anwendungen, die zeigen, welche Chancen und Möglichkeiten Instrumente der „Künstlichen Intelligenz (KI)“ heute bereits für das Gesundheitswesen bieten. So gibt es beispielsweise etwa KI-gestützte Apps, die bei der Versorgung von Krebserkrankungen Patientinnen und Patienten individuell unterstützen oder solche, die gesundes Alltagsverhalten individuell fördern. Für den Bereich der Suchtprävention gibt es solche Lösungen noch nicht. Zunehmend stellt sich daher die Frage, ob KI sinnvoll auch hier eingesetzt werden kann und somit die Zielgruppen für Präventionsbotschaften besser erreicht werden können. Chancen, Nutzen und Risiken des Einsatzes von KI im Bereich der Suchtprävention sind noch weitestgehend unerforscht.

Ziele und Vorgehen: Das Verbundprojekt IndiSuKI zielt darauf ab, eine mobile App zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren, in der Inhalte und Medien der Cannabisprävention mithilfe von KI individuell gestaltet werden. Die Zielgruppe dieser App umfasst junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren mit unterschiedlichem Konsumverhalten von Cannabis. Die zu entwickelnde KI lernt dabei durch Eingaben der Nutzenden und kann so immer besser sehr individuelle Präventionsbotschaften kommunizieren. Auf diese Weise agiert sie als „Begleiter“ im Alltag, motiviert zu Verhaltensänderungen. Personen aus der eigentlichen Zielgruppe werden nach einer Schulung in die Entwicklung der App eingebunden, um die Akzeptanz der App für die Gesamtzielgruppe zu stärken. Die gewonnenen Erkenntnisse und die Anwendung des Prototyps werden langfristig dazu beitragen, wesentliche Prozesse in der Suchtprävention mithilfe von KI weiterzuentwickeln, nutzbar zu machen und bundesweit zur Verfügung zu stellen. Der freien Zugänglichkeit der Lösung wird in besonderem Maße Rechnung getragen: Interessierte aus dem Bereich der Suchtprävention können die erarbeitete Lösung langfristig weiterentwickeln und so zu einer weiten Verbreitung beitragen, um Präventionsbotschaften in der Suchtprävention mithilfe von KI zu kommunizieren.

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    01.01.2026 - 31.12.2027 (Laufend)

  • Icon Tag

    Forschungsbereich
    Digital Public Health

  • Icon Abzeichen Euro

    Finanzierung
    Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

 

Das Projektteam

Foto von Tessa Schulenkorf

Dr. Tessa Schulenkorf

Projektmitarbeiter*in

Fördermittelgeber und Kooperationspartner

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Rahmen des Programms Ressortforschung im Handlungsfeld „Digitalisierung“, Förderschwerpunkt „Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Suchtprävention“, gefördert. Ziel ist es, den Einsatz von KI in der Suchtprävention zu entwickeln, wissenschaftlich zu erproben und Chancen sowie Risiken systematisch zu evaluieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, digitale Präventionsansätze weiterzuentwickeln und bundesweit nutzbar zu machen.

Wichtige Projektpartner sind die nuvio gGmbH (Projektleitung) sowie die Railslove GmbH (technische Umsetzung inklusive Sprachmodell und UI/UX-Design).