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Kirchen- u. Theologiegeschichte

Seminar für Evangelische Theologie

Im Rahmen des Seminars für Evangelische Theologie geht es in der Kirchen- und Theologiegeschichte um die historische Dimension christlicher Denk- und Handlungsoptionen. Dies beschränkt sich nicht auf die Zeit seit der Reformation, sondern bezieht die Geschichte des Christentums im religiösen Pluralismus der Antike sowie im Mittelalter ein. 

Methodisch ergeben sich einerseits Konvergenzen mit der Geschichtswissenschaft und andererseits mit der Philosophiegeschichte. Das Lehrangebot schließt regelmäßig auch interdisziplinäre Veranstaltungen, z.B. mit der Kunstgeschichte und der Musikwissenschaft, und Exkursionen ein. Die an diesem Lehrstuhl angesiedelten Projekte beschäftigen sich insbesondere mit Themen der Neuzeit und der Zeitgeschichte.

Prachtvolle Kirchendecke

Aktuelles aus der Professur

Tagung: Evangelisch sein - evangelisch bleiben?

Tagung vom 16.–18. September 2026

Bild_Exkursion_Danzig_2025

Deutsch-Polnisches Blockseminar in Danzig 2025

Vom 22. bis 27. September 2025 nahmen Studierende der evangelischen und katholischen Theologie der Universität Siegen gemeinsam mit Prof’in Dr. Veronika Albrecht-Birkner und Prof. em. Dr. Andreas Hoffmann an einer deutsch-polnischen Exkursion nach Danzig (Gdańsk/PL) teil.

Forschungsprofil

Die Professur für Kirchen- und Theologiegeschichte im Seminar für Evangelische Theologie an der Universität Siegen widmet sich der Erforschung der protestantischen Kirchengeschichte des 17. bis 20. Jahrhunderts.
 
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Pietismus des 17. und 18. Jahrhunderts als bedeutendster Reformbewegung im Protestantismus seit der Reformation.
 
In den Blick genommen wird in diesem Zusammenhang auch die Historiographie von protestantischer Orthodoxie und Aufklärung als zeitgleichen Strömungen, die sich vom Pietismus unterschieden und zugleich deutliche Schnittmengen mit diesem aufwiesen.
 
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die interdisziplinäre Erforschung protestantischer populärer Kulturenseit dem 19. Jahrhundert im Kontext der Transformationen des Populären seit um 1800. Im Zuge der Herausbildung der sogenannten Erweckungsbewegungen, die an den Pietismus anknüpften, entstanden wachsende Konkurrenzen zwischen theologischen Experten und Lai:innen, die im Fokus des Interesses stehen.
 
Ein zentraler Forschungsschwerpunkt der Professur betrifft schließlich die Kirchliche Zeitgeschichte, konkret die Geschichte der evangelischen Kirche in der NS-Zeit und in der DDR. Dabei geht es auch um diktaturvergleichende Forschung.
 
 

Forschungsschwerpunkte

  • Pietismus
  • Protestantische Orthodoxie und Aufklärung
  • Protestantische populäre Kulturen
  • Kirchliche Zeitgeschichte

 

Neuste Publikationen

  • Veronika Albrecht-Birkner et al. (Hg.): Werbung für das Reich Gottes. Medien in den Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts. Göttingen 2025 (Arbeiten zur Geschichte des Pietismus, 70)
  • Revival Movements as Conflict Agendas of the Popular in the Nineteenth and Early Twentieth Centuries [gemeinsam mit Stefanie Siedek-Strunk]. Cham 2025. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-031-75117-2
  • Stefanie Siedek-Strunk: „... das Kirchgehen seye nur bloßes Buchstaben werck“. Separation von der Amtskirche als Ausdruck laientheologischer Selbstermündigung im Siegerland in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Bielefeld 2023.

  • Stefanie Siedek-Strunk / Veronika Albrecht-Birkner: „… daß in einer dortigen Zeitschrift heftige Ausfälle gegen mich geschehen seyen“. Medienkampagnen gegen religiöse Deutungen von Naturkatastrophen durch Johann Heinrich Jung-Stilling im Kontext spätaufklärerischer Debatten um Apokalyptik und Schwärmertum. In: Zeitsprünge 27/2, 2023, 224-247.

Das Team

Veronika Albrecht-Birkner auf einer Bank vor dem NB-Gebäude

Univ.-Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner

Professor*in
Marius Stachowski

Marius Jörg Stachowski

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Frau Dr. Stefanie Siedek-Strunk stehend vor den Bäumen

Dr. Stefanie Siedek-Strunk

Mitarbeiterin Teilprojekt C06 ‚Self-made reli­gi­on‘? Christ­li­ches popu­lä­res Lied­gut als proble­ma­ti­sche Popu­la­ri­tät (1870er – 1910er / 1950er – 1980er Jahre)