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Systematische Theologie

Seminar für Katholische Theologie

Die Professur deckt das ganze Feld der Systematischen Theologie ab, das sich einerseits von der religionsphilosophischen Grundlegung über die Fundamentaltheologie bis zur Dogmengeschichte und Dogmatik erstreckt und andererseits von der Moraltheologie bis zur Christlichen Sozialethik. 

Als Leitmotiv kann das Streben nach einem „Aggiornamento“ der christlichen Tradition gelten – im Sinne der kritischen Selbstreflexion und Neuübersetzung in, mit und zugunsten der Gegenwart. 

Ein wesentliches Anliegen und Querschnittsthema in Forschung und Lehre ist dabei die Ökumenische Theologie, insbesondere in Gestalt des katholisch-lutherischen Dialogs, in dem die Professur auf nationaler und internationaler Ebene engagiert ist.

Beispielbild Systematische Theologie

Aktuelles aus der Professur

Treffen Augustana Working Group

Viertes Treffen der Augustana Working Group in Wittenberg

Teilnehmer*innen der Auftakttagung in Slowenien
Beschäftigte
+ 2 mehr

Auftakttagung der 6. Lutheran/Roman-Catholic Commission in Slowenien

Vom 2. bis 8. Februar hat Prof. Dr. Markus Lersch als Mitglied der vatikanischen Delegation an der konstituierenden Sitzung der 6. Internationalen Lutherisch/Römisch-Katholischen Kommission für die Einheit in Slowenien teilgenommen. 

Forschungsprofil

Die Professur widmet sich der Ökumenischen Theologie, vorrangig dem Dialog zwischen katholischem und lutherischem Christentum. Die entscheidenden Fragestellungen (Amt/Episcopé, Herrenmahl und Kirche) werden sowohl im historischen Setting des Reformationszeitalters und der anschließenden Konfessionalisierung als auch in der aktuellen Dialogsituation beleuchtet. Dies geschieht u. a. in einer internationalen Arbeitsgruppe zur vorkonfessionellen Deutung der Confessio Augustana sowie in der 6. International Lutheran/Roman-Catholic Commission on Unity.

Ein weiteres zentrales Interessengebiet der Professur stellt das Konzept Sakramentalität in seiner ganzen Weite dar, das von der Theologie der Offenbarung, der Christologie und Ekklesiologie bis hin zur naheliegendsten Verwirklichung in der Sakramentenlehre reicht und ebenfalls starken Einfluss auf die Ökumenischen Dialoge –auch mit den Orthodoxen Kirchen – hat. Neben der Theologie des Weihesakraments geht es dabei vor allem um unterschiedliche Eucharistieverständnisse.

Geographisch orientiert sich die Professur vorrangig nach Westen in Richtung der französischen Theologie des 20. Jahrhunderts, deren Bedeutung für die heutige Gestalt der Katholischen Kirche sowie Inhalt und Form ihres Lehramts kaum überschätzt werden kann. Neben dem Altmeister der „Nouvelle Théologie“ Henri de Lubac steht dabei in erster Linie der Konvertit und Oratorianer Louis Bouyer im Fokus.

Die Professur beschäftigt sich ebenfalls mit dem Glanz, aber auch den Aporien und der notwendigen Komplementarität zweier Paradigmen „kontinentaler“ Religionsphilosophie, namentlich der neueren französischen Phänomenologie (v. a. Michel Henry und Emanuel Levinas) sowie der Transzendentaltheologie (v. a. Karl Rahner und Thomas Pröpper).

Darüber hinaus widmet sich die Professur der systematischen Analyse der Normativität sozialpolitischer Ordnungen und ihrer gegenwärtigen Diskurse, wobei die gesetzliche Rentenversicherung im Zentrum steht. Ziel ist es, die unterschiedlichen Dimensionen, Konzeptionen und Bedeutungsgehalte von Gerechtigkeit sowie die normativen Grundbegriffe und Grundannahmen zu rekonstruieren und aus sozialethischer Perspektive kritisch zu reflektieren, um einen normativen Bezugsrahmen für gegenwärtige politische Diskurse zu bieten.

Des Weiteren setzt sich die Professur mit der Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung auseinander und analysiert aus sozialethischer Perspektive deren ökologische, soziale und ökonomische Wirkungen, insbesondere im Kontext der sozial-ökologischen Transformation. Hierbei dient das sozialethische Postulat der Nachhaltigkeit als grundlegende normative Hermeneutik, um Ambivalenzen, Zielkonflikte und Güterabwägungen transparent zu machen.

Forschungsschwerpunkte

  • Ökumenische Theologie

  • Sakramentalität

  • Nouvelle Théologie / Louis Bouyer

  • Religionsphilosophie

  • Normativität sozialpolitischer Ordnungen 

  • Nachhaltigkeit und Digitalisierung

 

Projekte

  • Augustana Working Group (2024–): Catholicity and Apostolicity in the Augsburg Confession. Examined in the Areas of Soteriology (Justification) and Ecclesiology (Ministry, Episcopate, and Ordination): a joint Lutheran–Catholic review of Augsburg Confession in a pre-confessional and ecumenical perspective. Zur Projektseite 
  • Monographie: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Kleine ökumenische Glaubenslehre für heute

Habilitationsprojekt von Dr. Anna Karger-Kroll 

Das Habilitationsprojekt von Anna Karger-Kroll setzt sich mit digitalen Technologien auseinander, die das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung verfolgen, wobei insbesondere der Umgang mit sogenannten Rebound-Effekten im Fokus steht. Entsprechend wird nicht nur der Anspruch verfolgt, ethische Leitlinien für eine nachhaltige Digitalisierung zu formulieren, sondern auch einen Beitrag zur Wahrnehmung und Deutung möglicher Ambivalenzen, die mit einer nachhaltigen Digitalisierung einhergehen können, zu leisten. Schließlich hebt die dialektische Gleichzeitigkeit zunehmender Entfaltungsmöglichkeiten und tiefer Gefährdungen die Notwendigkeit hervor, für die Ambivalenzen einer zunehmenden Digitalisierung zu sensibilisieren. Ansatz hierfür ist das sozialethische Prinzip der Nachhaltigkeit, welches aufgrund seines integrativen Verständnisses von Nachhaltigkeit und das damit einhergehende methodische Denken bereits die Wahrnehmung von Ambivalenzen impliziert.

Das Team

Prof. Dr. Markus Lersch

Univ.-Prof. Dr. Markus Lersch

Professor*in
Anna Karger-Kroll

Dr. Anna Karger-Kroll

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Sylvia Seibert

Sylvia Seibert

Sekretariat Vertretung