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Seminare SoSe 26 – Didaktik der Philosophie

Das Seminarangebot der Arbeitsgruppe Fachdidaktik Philosophie für das Sommersemester 2026.

Seminare

Dozent: Dr. Thomas Sukopp

Zeiten: Mo., 13.04.2026 – 20.07.2026, 18–20 Uhr, s.t.

Ort: AR-K 408

Beschreibung: Im Verlauf des Seminars werden wir anhand ausgewählter Textgattungen (philosophisch, literarisch, nichtphilosophische Sachtexte) unter Einbeziehung der Vorgaben des alters- und entwicklungsgerechten mündlichen und schriftlichen Arbeitens im Philosophieunterricht das Philosophieren mit Kindern einüben. Dabei lernen wir, was aus den Methoden, Modellen und Theorien der Philosophiedidaktik konkret für den Unterricht folgt. Unser theoretisches Rüstzeug wird dadurch erweitert, dass wir anwendungsbezogen die verschiedenen Ansätze des Philosophierens mit Kindern, etwa die von Lipman, Martens und Mattews, miteinander vergleichen.

Wir werden unterrichtspraktische Aspekte anhand ausgewählter Beispiele thematisieren: Warum ist es überhaupt wichtig, ein bestimmtes Argument zu entwickeln? Warum ist es sinnvoll, sich über die Bedeutung von zentralen Begriffen wie Gerechtigkeit, Wahrheit, Realität etc. zu verständigen und wie macht man das konkret?

Dozent: Dr. Thomas Sukopp

Zeiten: Di., 14.04.2026 – 21.07.2026, 12–14 Uhr, c.t.

Ort: AR-M 0216

Beschreibung: In diesem Seminar werden weniger die Methoden und Modelle der Philosophiedidaktik thematisiert als folgende Fragen:

  • Wie kann die Balance zwischen Sach- und Schülerorientierung hergestellt werden?
  • Welche Unterrichtsformen/Bewertungsmöglichkeiten etc. gibt es?
  • Welche Medien können wir wie im Philosophieunterricht einsetzen?
  • Welche Darstellungsformen der Philosophie gibt es und wie setzen wir sie gewinnbringend im Philosophieunterricht ein?
  • Wie können wir Lehr/Lernsituationen angemessen steuern?
  • Wie können die Schüler und Schülerinnen zu eigenständigem Denken aktiviert werden?

Dozent: Dr. Thomas Sukopp

Zeiten: Di., 14.04.2026 – 21.07.2026, 16–18 Uhr, c.t.

Ort: AR-HB 022

Beschreibung: Über Nietzsches bekannten Ausspruch „Gott ist tot.“ (Fröhliche Wissenschaft Aphorismus 125) hinaus ist Nietzsche den einen als aggressiver Atheist bekannt, den anderen geradezu ein freidenkerisches Vorbild. Dass Nietzsche ein einflussreicher und philosophisch immer noch unterschätzter Religionskritiker war, ist bekannt. Weniger bekannt bzw. teilweise wenig beachtet, sind folgende Aspekte, denen wir uns im Seminar widmen wollen:

  • War Nietzsche überhaupt Atheist oder vielmehr ein Diagnostiker? (Der oben genannte Aphorismus 125 spricht davon, dass wir Gott getötet haben.
  • Welche religiösen Konzepte/Theorien und Traditionen kritisiert Nietzsche und wie macht er das?
  • Was sind die Zusammenhänge zwischen einer Moral bzw. Moralkritik Nietzsches und seiner Religionskritik?
  • Was können wir aus Nietzsches Sicht auf Menschen als religiöse oder antireligiöse oder areligiöse Wesen lernen?
  • Wie wurde Nietzsches Religionskritik in der Rezeptionsgeschichte bewertet?
  • Wir werden ausgewählte Passagen aus Nietzsches Werken gemeinsam lesen, interpretieren und Querverbindungen herstellen. Sekundärliteratur wird ebenfalls herangezogen und rechtzeitig vor Beginn des Seminars bekanntgegeben.

Dozent: Dr. Thomas Sukopp

Zeiten: Mi., 15.04.2026 – 22.07.2026, 10–12 Uhr, c.t.

Ort: AR-K 100

Beschreibung: Das fachdidaktische Vertiefungsseminar soll sowohl auf das Praxissemester und die spätere Tätigkeit als Lehrer*in vorbereiten als auch bisher erarbeitete fachdidaktische Inhalte vertiefen und erweitern. Wir werden uns u.a. mit folgenden Fragen/Themen beschäftigen:

  • Wie kann man im Philosophieunterricht Gespräche so führen, dass sich möglichst viele viele SuS beteiligen (umfasst u.a. die geschickte Lenkung des Unterrichtsgeschehens hin auf die Lernziele
  • Praktische Umsetzung von Methoden des Philosophieunterrichts (welchen Zweck hat eine Methode?)
  • Einüben der Lehrer*innenrolle: Was heißt es, ein*e Philosophielehrer*in zu sein? Reflektieren der Lehrer*innenrolle
  • Unterrichtsentwürfe besprechen und reflektieren; hier ist insbesondere die komplette Phasierung inclusive des didaktisch-methodischen Kommentars relevant; Vertiefung von Aspekten der Stundenplanung
  • Philosophisches Lesen: Einübung speziell philosophischer Lesetechniken
  • Lernziele formulieren (Methodenlernziele, kognitive Lernziele, pro Stunde Hauptlernziel, Teillernziele formulieren lernen anhand von Inhalten)
  • Behandlung von bisher wenig oder nicht berücksichtigten Ansätzen der Philosophiedidaktik, etwa: Kontemplationsansatz Ansatz, Wissenschaftsorientierter Ansatz und bildungsphilosophischer Ansatz
  • Umgang mit kultureller/weltanschaulicher Pluralität im Philosophieunterricht

Dozent: Dr. Christian Prust

Zeiten: Di., 09.06.2026, 16–17:30 Uhr, s.t.; Fr., 10.07.2026, 14–18 Uhr, c.t.; Sa./So., 11./12.07.2026, 9–18 Uhr, c.t.

Ort: AR-D 6101 & US-D 109

Beschreibung: Das Vorbereitungsseminar zum Praxissemester Philosophie wird in drei thematische Blöcke gegliedert:

  1. Was ist guter (Philosophie-)Unterricht? – Gegenwärtige Herausforderungen für Lehrer*innen In diesem Block sollen einschlägige fachdidaktische und philosophisch fundierte Bildungstheorien praxisnah vertieft werden. Ferner wird auf aktuelle Herausforderungen für Lehrer*innen (Inklusion, Umgang mit Heterogenität, Unterrichtsstörungen usw.) aufmerksam gemacht; diese werden besonders im Hinblick auf den Philosophieunterricht gemeinsam diskutiert und es wird auf einen angemessenen Umgang vorbereitet.
  2. Vorbereitung auf den eigenen Philosophieunterricht (im Praxissemester): Zunächst werden die Curricula/Kernlehrpläne/Richtlinien (inkl. der Fragenkreise (praktische Philosophie)/Inhaltsfelder (Philosophie)) des Philosophieunterrichts gemeinsam besprochen. Darauf aufbauend sollen die Studierenden selbst Unterricht planen und im Seminar durchführen bzw. simulieren; dieser wird anschließend gemeinsam reflektiert und evaluiert.
  3. Studienprojekte und Hospitationsempfehlungen: Zunächst wird gemeinsam eine Skizze für ein etwaiges Studien- bzw. Forschungsprojekt erarbeitet. Hierbei wird es hauptsächlich um die zeitliche, inhaltliche und methodische Gestaltung gehen, ferner soll aber auch auf den Umgang mit Problemen vorbereitet werden. Studierende, die kein Studienprojekt im Fach Philosophie machen werden, sollen durch Beobachtungs-, Handlungs- und Hospitationsempfehlungen für den Lernort Schule sensibilisiert werden.