Sozialpolitik
Seminar für Sozialwissenschaften
Artikel 20, Absatz 1, Grundgesetz:
„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“.
Mit der Bismarckschen Sozialgesetzgebung von 1881 zählt Deutschland zu den Vorreitern moderner Wohlfahrtsstaaten. Die Sozialausgaben machen inzwischen den größten Teil am Bundeshaushalt aus. Soziale Sicherheit zählt zu den wichtigsten politischen Themen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Staaten. Aber wie gut sind Menschen gegen soziale Risiken wie Arbeitslosigkeit, Armut oder Krankheit abgesichert? Und welche Konflikte um die Ziele und Finanzierung der Sozialpolitik gibt es? Solche Fragen werden aus politikwissenschaftlicher Perspektive an der Professur erforscht und in der Lehre mit den Studierenden diskutiert.
Forschungsprofil
Die Professur beschäftigt sich mit unterschiedlichen Feldern der Sozialpolitik, insbesondere mit den Bereichen Gesundheit, Verbraucherschutz, Arbeitsmarkt und kommunaler Sozialpolitik. Zwei Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche Rolle spielen Parteien, Interessengruppen und Interessen-Koalitionen, wenn es um Status quo oder Wandel in der Sozialpolitik geht? Wie und mit welchem Erfolg werden sozialpolitische Programme umgesetzt und implementiert? Die Professur fühlt sich den internationalen Theorien und Methoden der Policy-Analyse verpflichtet, hat aber auch Berührungspunkte zu Ansätzen aus Wirtschaftswissenschaften, Sozialer Arbeit oder Public Health.
Forschungsschwerpunkte
- Public Health Policies und Präventionspolitik
- Interessengruppen und Lobbyismus
- Verbraucherinteressen und Verbraucherpolitik
- Dritter Sektor und Wohlfahrtsverbände
- Fachkräftesicherung und Arbeitsmarktpolitik
- Lokale Sozialpolitik