Zentrum für interdisziplinäre Gesundheitsforschung
Mit dem neuen Zentrum für interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZiGS) stärkt die Universität Siegen gezielt den Bereich Gesundheit in Forschung, Lehre und Transfer. Das ZiGS schafft einen gemeinsamen Rahmen für interdisziplinäre Zusammenarbeit, um innovative und praxisnahe Lösungen für die Gesundheitsversorgung – insbesondere im ländlichen Raum – zu entwickeln.
Zukunftsfeld Gesundheit
Strategische Weiterentwicklung und Schärfung des interdisziplinären Profils
Mit dem ZiGS bündeln wir die vorhandenen Kompetenzen im Bereich Gesundheitsforschung an der Universität Siegen und stärken die Kooperation mit Kliniken, ärztlichen Praxen und weiteren Akteuren in der Region.
Rektorin der Universität Siegen
Wissenschaftler*innen aller Fakultäten beteiligen sich aktiv am ZiGS. In derzeit vier Themen-Clustern möchten wir innovative Methoden, Technologien und Versorgungskonzepte etablieren und in die regionale Praxis bringen.
Prorektor für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement sowie Gründungskoordinator des ZiGS
Ziele und Vision
Mit der Gründung des Zentrums für interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZiGS) reagiert die Universität Siegen auf zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie den demografischen Wandel, die Zunahme chronischer Erkrankungen und regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung. Das ZiGS verfolgt das Ziel, die interdisziplinäre Gesundheitsforschung zu fördern und die nationale sowie internationale Sichtbarkeit der Universität in diesem Gebiet zu stärken. Dabei sollen innovative Lösungsansätze für die regionale Gesundheitsversorgung erforscht, entwickelt und umgesetzt werden – unter besonderer Berücksichtigung der Soziologie des Gesundheitssystems, der Versorgungsforschung, der digitalen Transformation sowie innovativer (bio)medizinischer und (bio)informatischen Technologien und ihrer praktischen Anwendbarkeit im Versorgungsalltag.
Im Fokus stehen neue Versorgungsmodelle, die alle Stufen des Gesundheitssystems abdecken: von Prävention über Diagnostik und Therapie bis hin zu Nachsorge und der prädiktiven Analyse individueller Krankheitsverläufe. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Förderung von Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement, Partizipation und Teilnahme von Bürger*innen und Patient*innen sowie die Überwindung großer räumlicher Distanzen im ländlichen Raum. Bürgerinnen und Bürger sowie Patientinnen und Patienten sollen künftig stärker in die Versorgung eingebunden werden, um vom Ausbau ihrer gesundheitsbezogenen Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz zu profitieren. Die Forschungsergebnisse sollen in die Versorgung, Gesundheitsbildung sowie politische Beratung einfließen.
Darüber hinaus fördert das ZiGS interdisziplinäre Lehre, neue Studien- und Weiterbildungsangebote sowie strukturierte Programme zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Durch die Verbindung von Forschung, Lehre und Transfer trägt das Zentrum dazu bei, die Gesundheitsversorgung nachhaltig, vernetzt und zukunftsfähig zu gestalten.
Das ZiGS gliedert sich zunächst in vier themenspezifische Forschungscluster, die nachfolgend vorgestellt werden. Die wissenschaftliche Schwerpunktsetzung innerhalb der Cluster ergibt sich aus der laufenden Forschung und den entwickelten Forschungsprojekten.
Mitglied werden
Die Mitwirkung im Rahmen der Forschungscluster steht allen Wissenschaftler*innen der Universität Siegen mit einem Forschungsprofil im Themenfeld Gesundheit offen.
Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck
Im Rahmen der DMGD wurden bereits innovative Konzepte zur digital unterstützten Gesundheitsversorgung entwickelt und mit Kooperationspartnern in der Region erprobt. Die DMGD wird in das ZiGS integriert und deren etabliertes Netzwerk für die weitere Forschung nutzbar gemacht.